Redemptoristen

Salvatorgasse 12
A-1010 Wien
Tel: +43 - (0)1 - 53395 94210

GruenderIn/StifterIn: 
hl. Alfons Maria de Liguori (1696-1787)
Geschichte: 

Der Redemptoristenorden wurde von dem italienischen Priester und Theologen Alfons Maria von Liguori 1732 als Ordensgemeinschaft für die missionarische Seelsorge gegründet.
Als erster Nichtitaliener wurde der Priester hl. Klemens Maria Hofbauer (*1751 in Tasswitz in Mähren, +1820 in Wien) Redemptorist. Nach einem Aufenthalt in Warschau kam Klemens Maria Hofbauer aufgrund der Verfolgung des Ordens durch Napoleon nach Wien, wo er als Prediger und geistlicher Begleiter tätig war. Dies brachte ihn in Kontakt mit den Vertretern der Deutschen Romantik („Hofbauer-Kreis“). Er wurde 1909 heiliggesprochen und ist seit 1914 Stadtpatron von Wien.
1820 wurde der Kongregation der Redemptoristen in Wien die Kirche Maria am Gestade (am ehemaligen Sitz des bischöflichen Offizials von Passau) für die Seelsorge der Böhmen in Wien übertragen. Von 1820 bis 1848 war dies auch der Sitz des Generalvikars der Redemptoristen (Transalpine Kongregation). Von hier aus wurden in den nächsten 28 Jahren 37 Niederlassungen in Europa und Nordamerika gegründet. 1841 wurden sechs Provinzen gegründet, so auch die österreichische Provinz (seit 1901 „Wiener Provinz“). 1827 errichtete der Orden eine Niederlassung in Innsbruck, 1833 eine weitere im ehemaligen Franziskanerkloster in Eggenburg. Nach einer Volksmission in der Diözese Linz, die von Redemptoristen durchgeführt worden war, überließ Erzherzog Maximilian d‘Este dem Orden einen Teil seines Schlosses in Puchheim. Der Orden errichtete hier 1890 die Wallfahrtskirche „Maria Mutter von der immerwährenden Hilfe“.
Die meisten Klöster in Österreich gründete der Orden zwischen 1880 und 1914. Mangelnder Nachwuchs führte zur Schließung mehrerer Kommunitäten und Klöster: Das Gymnasium im Kloster Katzelsdorf (bis 1933 das Juvenat des Ordens) wurde 2011 geschlossen, die Schule wird seit 1997 von der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs geführt. Im Kloster in Eggenburg ist die Lehrlingsstiftung Mieter, im dazugehörigen Klemenshaus führt die Diözese St. Pölten ein Jugendzentrum. Das Redemptoristenkloster Oberpullendorf wurde 2003 der Provinz Warschau unterstellt, die Klemenskirche wurde der Pfarre übergeben, das Klostergebäude wurde an die Diözese Eisenstadt verkauft, 2016 verließen die polnischen Redemptoristen Oberpullendorf, Kloster und Seelsorge wurden von den Missionaren des hl. Franz von Sales übernommen Das Kloster Leoben wurde 2010 aufgegeben und als Studenten- und Wohnheim (St. Alfons) umgebaut, die Kirche der griechisch-orthodoxen Kirche in Österreich übergeben. Zur Provinz Wien gehört auch die Regio Kopenhagen, die drei Niederlassungen in Dänemark wurden von österreichischen Redemptoristen gegründet.
2015 wurden die Süddeutsche Provinz (Provinz München) und die Österreichische Provinz (Provinz Wien), die bis dahin zu einer Föderation zusammengeschlossen waren, zur „Provinz Wien-München“ zusammengelegt, Sitz des Provinzialats ist München.
  

Niederlassungen: 
  • Wien-Maria am Gestade
  •  Wien-Hernals
  •  Puchheim
  •  Eggenburg
  •  Innsbruck

Sitz des Provinzialats der „Provinz Wien-München“ ist München.

Werke und Pfarren: 
  • Kirche Maria am Gestade und Marienpfarre in Wien
  • Pfarre Wien-Hernals
  • Pfarrverband Eggenburg
  • Wallfahrtskirche Maria Puchheim, Exerzitienhaus Schloßss Puchheim (in Kooperation mit dem diözesanen Bildungshaus „Maximilianhaus“)
  • Noviziats- und Studienhaus in Innsbruck
  • Der Pfarrverband Pöttsching in Burgenland (mit „Missionshaus St. Klemens“ im Pfarrhof) wird seit 2014 von Redemptoristen betreut.
Publikationen der Ordensgemeinschaft: 
  • Klemensblätter. Zweimonatsschrift der Österreichischen Redemptoristen 12.1946-
Literatur: 
  • 175 Jahre Redemptoristen in Tirol, hg. vom Redemptoristenkolleg Innsbruck (Innsbruck 2003).
  • Karl Kutil, Hl. Klemens Maria Hofbauer (1751–1820). Taßwitz – Warschau – Wien; erster deutscher Redemptorist, Stadtpatron von Wien; Jubiläumsjahr 2009 der Redemptoristen (CSsR): Heiligsprechung von Pater Klemens Maria Hofbauer vor 100 Jahren (20. Mai 1909) (Wien 2009).
  • „… geduldig und wahrhaft geistlich …“: Die Geschichte der Redemptoristen von Leoben. 170 Jahre Mission - 150 Jahre Klosterkirche, hg. von Dominik Orieschnig (Leoben, Redemptoristenkolleg, 2004).
Provinzarchiv der Redemptoristen

Salvatorgasse 12
A-1010 Wien
Kontakt: Ordensleitung

Das Archiv umfasst den historischen Altbestand der Überlieferung seit der Provinzgründung 1820, insbesondere die auf den hl. Klemens Maria Hofbauer und seine Schüler bezogenen Akten. Im Provinzarchiv sind auch die Archive der aufgelassenen Redemptoristenklöster deponiert. Die Archivbibliothek beinhaltet die Publikationen von Redemptoristen und ordensspezifische Zeitschriften.

Bibliothek der Redemptoristen

Salvatorgasse 12
A-1010 Wien

Die Bibliothek am Provinzsitz umfasst 25.000 Bände und 16 Inkunabeln.
Siehe: Klosterbibliotheken in Österreich

Kataloge der Bibliothek: 
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