Glettler wird Österreichs Kulturbischof

In der Österreichischen Bischofskonferenz, die ihre Herbsttagung 2018 abgehalten hat, hat der neue Innsbrucker Bischof Hermann Gletter das Referat „Kunst und Kultur“ übertragen bekommen. Er ist damit zuständig für künstlerische und kulturelle Belange in den österreichischen Diözesen. Das Referat ist seit einiger Zeit vakant gewesen. Glettler hat weiters von Militärbischof Werner Freistetter die Agende Denkmalschutz übernommen und wird zukünftig der Kommission der Bischofskonferenz für Denkmalschutz vorstehen. Dieser Kommission gehört als Vertreterin der Orden auch die Leiterin des Referats für die Kulturgüter an.

Bischof Glettler ist schon aus seiner Zeit als Pfarrer von St. Andrä in Graz für seine Nähe zur Kunst bekannt. Die durchaus auch kontroversiellen Implementationen zeitgenössischer Kunst hatten ihn auch in Diskussionen mit dem Denkmalamt gebracht. Doch er wollte dem „Unerwarteten Raum geben“. Die Kunstgestaltung der Kirche von St. Andrä sei nicht „typisch Kirche“, sie liege jenseits erwartbarer Sakralkunst, gehe an die Grenzen des konventionellen Geschmacks und darüber hinaus, Künstler seien die „Anwälte von morgen“. So berichtete Glettler in einer Tagung, die letztes Jahr in Wien stattgefunden hat.

Papst Franziskus hat Hermann Gelttler am 27. September 2017 zum Bischof der Diözese Innsbruck ernannt. Glettler stammt aus der kleinen Gemeinde Übelbach in der Steiermark und ist der fünfte Bischof der Diözese Innsbruck. Am 2. Dezember 2017 wurde Hermann Glettler in der Innsbrucker Olympiahalle zum Bischof geweiht.

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