Nachrichten aus den Orden

Wie mache ich eine Bibliographie?

Wer etwas über Geschichte und Kultur eines Kloster wissen will - und zwar mehr, als auf Wikipedia steht - der greift zu einem Buch. Aber über zahlreiche Klöster und Ordensgemeinschaften ist schon so viel geschrieben worden, dass es nicht leicht ist, das Buch zu finden, dass am besten die gesuchten Informationen liefert. Es ist daher besonders hilfreich, wenn ein Kloster oder ein Orden eine Liste aller Bücher und Artikel veröffentlicht, die über seine Geschichte geschrieben worden ist, sodass man schnell findet, was man sucht.

Hinabgestiegen in das Reich des Todes

Michaelergruft

P. Peter van Meijl, langjähriger Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive Österreichs und ausgewiesener Experte für Ordensgeschichte, macht uns ein besonderes Angebot: Als Pfarrer hat er über viele Jahre die Michaelerkirche in Wien betreut und war auch mit der aufwändigen Restaurierung der bedeutenden Gruft befasst. Schon oft hat er interessierte BesucherInnen und Fachleute durch die Begräbnisstätte geführt.

Ein Fest für die Bibliothek

Dankfest in der Stiftsbibliothek St. Florian (Foto: Stift St. Florian)

Zu einem großen Dankesfest wurden am Freitag, 29. September 2017 die Unterstützer der Restaurierungsarbeiten der Bibliothek ins Stift St. Florian geladen. Propst Johann Holzinger und Stiftsbibliothekar DDr. Karl Rehberger durften zahlreiche Freunde des Hauses und Größen aus Wirtschaft und Kultur im Marmorsaal des Stiftes begrüßen. Bei einem bunten Programm wurde den Gästen das Projekt der Restaurierung noch einmal nähergebracht.

Neuer Stiftsarchivar in St. Paul

P. Petrus Tschreppitsch OSB

Mein Name ist P. Petrus Tschreppitsch OSB und ich bin Benediktiner im Konvent des Benediktinerstiftes St. Paul im Lavanttal. Seit kurzem zählt zu meinen Ämtern, für die ich verantwortlich bin, auch das Amt des Archivars – eigentlich eine völlig neue Materie für mich persönlich. Da unser Archiv nicht gerade unscheinbar klein ist und auch bekannt durch mancherlei Besonderheiten, bedarf es jemanden, der im Archiv für Ordnung und für Verantwortung sorgt.

Gottfried Undesser OFMCap. (1933-2017)

Gottfried Undesser OFMCap. (1933-2017)

„Zum ersten Mal begegnete ich Br. Gottfried am 1. April 2003 in Luzern. Manchen mag es erstaunen, dass dieses Treffen so präsent ist, dass es sich an einem konkreten Datum festmachen lässt. Mein Kollege Christian Schweizer, Provinzarchivar der Schweizer Kapuzinerprovinz, und ich hatten die Archivare und Bibliothekare der benachbarten Kapuzinerprovinzen erstmalig zu einem Workshop nach Luzern eingeladen.

Gregor Lechner OSB (1940-2017)

P. Gregor Lechner (Foto: Brunner Krems)

Der Leiter der Graphischen Sammlung des Stiftes Göttweig, der bekannte Kunsthistoriker P. Gregor Lechner, ist wenige Tage nach seinem 77. Geburtstag verstorben. Der gebürtige Bayer und promovierte Kunsthistoriker und Byzantist schloss sich 1971 in Augsburg dem Dominikanerorden an, bevor er 1974 in die Benediktinerabtei Göttweig übertrat. 1975 wurde er zum Priester geweiht, 1978 legte er die ewige Profess ab. Gleich nach seinem Eintritt wurde er Archivar, Bibliothekar und Kustos des Stiftes.

Reisende Mönche zu Napoleons Zeiten

Erzabt Korbinian Birnbacher ist Herausgeber von "Die letzte Grand Tour". (Foto: Erzabtei St. Peter/hg)

Zwei Salzburger Benediktiner besuchten zu Napoleons Zeiten Papst Pius VII. sowie Königin Karolina. Spannende Einblicke in das Leben des frühen 19. Jahrhunderts verspricht ein mehr als 1.000 Seiten umfassendes Werk, das St. Peters Erzabt Korbinian Birnbacher herausgegeben hat. Darin zu lesen sind die – erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglichen – Erfahrungen der beiden Salzburger Benediktinermönche Albert Nagnzaun und Alois Stubhahn im Italien des 19. Jahrhunderts.

Tag des Denkmals

Der Tag des Denkmals wird jährlich vom Österreichischen Bundesdenkmalamt durchgeführt. Zahlreiche denkmalgeschützte Objekte, darunter auch viele Klöster, öffnen bei freiem Eintritt ihre Tore, spezielle Programmpunkte und Führungen ermöglichen einen ganz besonderen Blick auf das kulturelles Erbe. Das Motto lautet heuer „Heimat großer Töchter“. Beim umfangreichen Programm machen folgende Orden und Klöster mit: in Kärnten und Oberösterreich beteiligen sich die Elisabethinen.

Tischkultur

Peterskeller, Salzburg

„Der Peterskeller heißt demnächst anders. Nämlich St. Peter Stiftskulinarium. Der 1200 Jahre alte Name geht stiften“. Das berichteten die Salzburger Nachrichten. Die altehrwürdige Weinschank der Erzabtei St. Peter, in der schon Alkuin, der Berater Kaiser Karls des Großen, ein gutes Gläschen gekostet haben soll, wird von ihrem Pächter unbenannt. „Unter einem Keller stellen sich viele Menschen dunkle, enge Räume vor und das ist nicht gerade förderlich“, meint dazu der Wirt. Für die Salzburger wird es vermutlich trotzdem der Peterskeller bleiben.

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