Otto Mauer-Preisträger bei Jesuiten ausgestellt

Skulptur von Toni Schmale im Wiener JesuitenFoyer

Vor wenigen Tagen eröffnete das JesuitenFoyer die Ausstellung des Otto-Mauer-Preisträgers 2017 Toni Schmale. Seine massiven, schwergewichtigen und meist monumental anmutenden Skulpturen formulieren eine Kritik an den bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Ihr Werk hinterfragt stereotype Geschlechterkonstruktionen und Zuschreibungen. Die Schau ist noch bis Ende Jänner im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien, zu sehen.
P. Gustav Schörghofer SJ von der Jury des Otto Mauer-Preises und Wiener Künstlerseelsorger ist überzeugt, „dass der Glaube von der Kunst viel lernen kann, wenn sie ihn das Fremde betrachten lehrt“ (Drei im Blau). In den von den Jesuiten in Wien betreuten Kirchen, der Jesuitenkiche im 1. Bezirk und der Konzilsgedächtniskirche neben dem Kardinal König Haus im 13.Bezirk, bereichern temporäre Kunstinstalltionen den Sakralraum. In der Jesuitenkirche waren zuletzt die „Gewänder des Übergangs“ von Lilo Rinkens zu sehen. Auch in der Lainzer Kirche gibt es derzeit Textiles zu betrachten: „Durchdringung“ nennt Katharina Heinrich ihre feingliedrige Arbeit, in der zwei Netze einander durchkreuzen.


Über aktuelle Kunstprojekte bei den Jesuiten informiert die Website jesuitenkunst.at. Im Kulturkalender der Orden findet man Kunstausstellungen und Kunstinstallationen in Klöstern und Orden in Österreich. Neue Ausstellungen und Projekte kann jede Gemeinschaft über das Internetformular in den Kalender selbst eintragen.
Für wen die zeitgenössische Kunst noch eine Hürde ist, dem sei der Galerienspaziergang mit Sr. Ruth Pucher am 12. Mai 2018 in Wien empfohlen. Auch Österreichs neuerster Bischof hat sich jüngst zum Thema moderne Kunst zu Wort gemeldet, wie ordensgemeinschaften.at unter dem hashtag #kulturöffnet berichtet.

 

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