Stiftsarchiv Schlägl renoviert und erweitert

H. Petrus Bayer, Stiftsarchivar in Schlägl, aus: Lumen 2017

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Prämonstratenserstiftes Schlägl, „Lumen“, berichtet Stiftsarchivar H. Petrus Bayer: „In den letzten Monaten wurde das Stiftsarchiv einer gründlichen Renovierung und Erweiterung unterzogen. Die Archivalien des Stiftes Schlägl aus acht Jahrhunderten sind nun in vier großzügen Magazinräumen untergebracht, die teilweise mit modernen Verschubregalsystem ausgestattet sind, sodass dsa Archiv auch für die Überlieferung der nächsten Generationen genügend Platz bietet. Für die Wissenschafter und Forscher steht ein heller und freundlicher Arbeitsraum direkt über dem Stiftsportal zur Verfügung.
Bis in die frühe Neuzeit bewahrte man die wichtigsten Urkunden in der Sakristei auf. Die übrigen Archivalien waren in verschiedenen Nebenräumen der Propstei untergebracht und teilten sich den Platz mit allem möglichen Hausrat. Die Zunahme des Schriftverkehrs ab dem frühen 17. Jahrhundert machte die Errichtung eines eigenen Archivraums notwendig. Ursprünglich dienten die Archivalien vor allem der Rechtssicherung und der Urbarmachung des klösterlichen Besitzes. Als Quellensammlung für die Historiographie des Klosters spielte das Archiv vorerst nur eine Nebenrolle. Erst mit der Etablierung der Geschichtsschreibung als wissenschaftliche Disziplin im frühen 19. Jahrhundert erkannte man dessen historische Bedeutung. In fer Folge begannen die Archivare des Stiftes Schlägel, die Bestände genau zu verzeichnen und für die Forschung zu erschließen. Dies ist auch heute eine der Hauptaufgaben des Archivars.“

Damit ist Schlägl für sein großes Jubiläum im Jahr 2018 bestens gerüstet!

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